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Die Lesung fand am 11. Juni in der Galerie/Projektraum Ori in Berlin Neukölln statt.

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Klaus Kordon las für Flüchtlinge! PDF Drucken E-Mail

Die Lesung fand am 11. Juni in der Galerie/Projektraum Ori in Berlin Neukölln statt.

XENION - Psychosoziale Hilfen für politisch Verfolgte e.V. veranstaltete eine Lesung mit dem preisgekrönten deutschen Author Klaus Kordon. Er las aus seinem Roman "Krokodil im Nacken". Darin erzählte er die bewegende Lebensgeschichte des Manfred Lenz, der nach einem missglückten Fluchtversuch aus der DDR ein Jahr in Stasi-Gefängnissen verbrachte. Lenz - das Alter Ego des Autors - erinnert sich an seine Kindheit, seine Jugend und die Verzweiflung, die ihn mit seiner Familie zur Flucht in den Westen zwingt. Ein Zeitpanorama, wie es spannender nicht sein könnte.

Die Veranstaltung war ein großer Erfolg - in einem rappelvollen Ori lauschten mehr als 60 Zuhörer der aufwühlenden Lebensgeschichte von Klaus Kordon. Am Ende der Lesung schloss sich eine angeregte Diskussion über das Leben in der DDR und die Flucht in den Westen mit dem Autor an. Klaus Kordon lüftete für sein Publikum auch das Geheimnis des "Krokodil im Nacken"; der liebgewonnene, beißfreudige Freund des schlechten Gewissens, das ihn immer wach und politisch kritisch hat denken lassen, auch wenn dies für ihn oft unbequem gewesen ist.

Unser Dank geht an Klaus Kordon für seine Zeit, uns in so bewegenden Bildern von seinem Leben zu erzählen.

Wir bedanken uns ebenfalls sehr herzlich den Veranstaltern der Bar/Galerie Ori, Friedelstr. 8, Berlin-Neukölln (U-Bhf Hermannplatz) für ihre freundliche Unterstützung dieser Lesung!

Organisiert von: Exil Berlin - der Förderverein von XENION e.V..

 

Biographie

Klaus Kordon wurde 1943 im Berliner Nordosten geboren. Nachdem seine Mutter 1956 starb, wuchs er in Kinder- und Jugendheimen auf und versuchte sich in mehreren Berufen, u.A. als Transportarbeiter. An der Abendschule holte er das Abitur nach und studierte Volkswirtschaft. Als Exportkaufmann führten Klaus Kordon zahlreiche Reisen nach Afrika, Australien, Südamerika und Asien, insbesondere nach Indien. Nach einjähriger politischer Haft wechselte er 1973 aus der DDR in die Bundesrepublik und lebte mit seiner Frau und den beiden Kindern zunächst in der Nähe von Frankfurt/Main. Seit 1980 ist er freiberuflicher Schriftsteller. Heute lebt er mit seiner Frau wieder in Berlin. Die Kinder sind inzwischen erwachsen und haben selbst jeweils 2 Kinder.