|
EINLADUNG Allmende, Kottbusser Damm 25/ 27, Vorderhaus 2. Stock 20.04. 2012 um 19 Uhr Dublin II - Ungarn als Transitland Junge afghanische Flüchtlinge berichten über ihren Fluchtweg, ihre Erfahrungen in Ungarn & die Asylsituation als so genannte unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Deutschland. Der Reiseweg von Flüchtlingen dauert mittlerweile Jahre und bedeutet für viele unvorstellbare Strapazen. Die Einreise in die EU erfolgte in den letzten Jahren verstärkt über Griechenland. Durch eine Vielzahl von Berichten über die katastrophalen Bedingungen in den Flüchtlingslagern und das Nichtvorhanden sein eines funktionierenden Asylsystems wurden EU-weit die Dublin II Rückschiebungen nach Griechenland gestoppt. Ungarn als Transitland für die Weiterreise ist bisher vergleichsweise wenig bekannt, obwohl es einige gut recherchierte Untersuchungen über die systemischen Mängel des ungarischen Asylsystems gibt. Flüchtlinge werden in Ungarn systematisch inhaftiert. Jugendliche Flüchtlinge werden willkürlich älter gemacht. Nach der von Misshandlungen geprägten Haft werden die meisten über kurz oder lang auf die Straße gesetzt. Gelingt eine Weiterreise nach Deutschland oder in andere EU Staaten werden die Flüchtlinge aufgrund der Dublin II Verordnung dennoch zurück nach Ungarn geschoben. Dublin II Rückschiebungen nach Ungarn sind weiterhin an der Tagesordnung. Dies ist nicht mit europäischer Rechtsprechung zu vereinbaren. Der Europäische Gerichtshof hatte am 21. Dezember 2011 entschieden, dass es im Rahmen der europäischen Asylzuständigkeitsregelung (Dublin-II) keine blinden Abschiebungen in EU-Staaten erfolgen dürfen, in denen es systemische Mängel gibt. Eine Veranstaltung des Bildungswerks Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit Exil Berlin – Verein zur Förderung von XENION e.V. und borderline europe – Menschenrechte ohne Grenzen e.V. Kontakt: Harald Glöde
This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it
|